Cottbuser Film „Blaue Stunde“ auf YouTube gesperrt

Blaue StundeWer sich im Internet auf YouTube den Film „Blaue Stunde“ des Cottbuser Filmemachers Erik Schiesko ansehen möchte, bekommt stattdessen eine schwarze Tafel zu sehen, auf der steht, dass das Video entfernt wurde, weil es gegen YouTube-Richtlinien verstößt. Von Spam und irreführender Werbung, ja sogar von Betrug ist da die Rede!

Bis zur Entfernung des Videos zählte der Film mehr als 7,5 Millionen Klicks. Erik Schiesko hatte das ehrgeizige Ziel, den Film in mehreren Sprachen zu untertiteln. Als Regisseur, vor allem aber als Produzent von „Blaue Stunde“ ist er auch für die Vermarktung des Filmes verantwortlich. Das Internet und ganz besonders YouTube scheint dafür beste Voraussetzungen zu bieten.

Aber warum wurde nun das Video gesperrt bzw. entfernt? Irreführende Werbung kann es nicht sein.. Im Gegensatz zu manch anderen Videos versteckt sich hinter dem Link zu „Blaue Stunde“ keine leere Seite oder wird Werbung für ein vollkommen anderes Produkt gemacht. Wo „Blaue Stunde“ angekündigt wurde, war auch „Blaue Stunde“ drin! Auch die Beschreibungen des Videos passten zum Film, es wurden in den sogenannten Meta-Tags keine Begriffe genannt, die mit dem Film nichts zu tun haben.
„Es kann sein, dass einige der verwendeten Begriffe zu allgemein gehalten wurden. Außerdem habe ich Suchbegriffe in unterschiedlichen Sprachen auch in die Videobeschreibung gesetzt, was YouTube nicht möchte, ich aber vorher nicht wusste“, räumt Erik Schiesko selbstkritisch eigene Fehler ein. Durch die Untertitel in diversen Sprachen erscheint das Video auch in den Suchlisten im nicht deutschsprachigen Raum, weswegen die hohen Klickzahlen zu erklären sind. Lediglich 1,3 Millionender Klicks kamen aus Deutschland.
Besonders schade findet er aber, dass er nun keine Möglichkeit bekommt, die Videoeinstellungen zu korrigieren. „YouTube hat das Video ohne Warnung entfernt. Damit sind alle Klicks verloren.“

Stattdessen wird sich Erik Schiesko erneut die Arbeit machen und den Film noch einmal online stellen. Diesmal wird er aber genauer drauf schauen, welche Daten mit hochgeladen werden.

Bleibt nur zu wünschen, dass die vormaligen Klickzahlen irgendwann wieder erreicht werden.

(C) Plakat: KonturProjekt