Filmperlentaucher

Der Filmpark Babelsberg

So eine Corona-Krise hat auch etwas Positives: Viele Museen und Freizeitparks sind weniger stark besucher-frequentiert, die Abstandsgebote sorgen darüber hinaus für wenig Gedränge beim Betrachten der sehenswerten Objekte der Begierde.

So auch der Filmpark Babelsberg. An einem Freitag im Juli 2020 hielt sich der Besucheransturm trotz Schulferien in Grenzen. Wartezeiten am Eingang? Fehlanzeige. Eintrittskarten gab es nur im Online-Vorverkauf, die Kassenhäuschen blieben demzufolge auch geschlossen.

Ist man erst einmal im Park, lohnt es sich, nicht gleich an der ersten Attraktion Halt zu machen. Wer kurz nach Parköffnung da ist, dürfte in der Western- und in der Mittelalterstadt ziemlich alleine sein. Das ist praktisch für Fotografen, die sich nicht Gedanken um störende Personen im Bild machen müssen. Auch die zu Nicht-Corona-Zeiten immer vollen Gärten des kleinen Muck sind menschenleer. Und wer Glück hat, trifft Akteure der Shows oder die Tiertrainer bei den Vorbereitungen und kann ein kleines Pläuschchen mit ihnen machen.

Brunnen zwischen Western- und Mittelalterstadt
Die Gärten des kleinen Muck

Nicht geändert hat sich die Wartezeit für die Filmset-Tour. Wer die Originalkulissen von „The Monuments Men“, „Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer“ oder das Außenset von „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ sehen möchte, muß sich anstellen und ca. 30 Minuten Wartezeit einplanen. Dafür betritt man dann auch für den Filmfreund heiliges Gebiet, auf dem schon Ufa, DEFA und Hollywood-Produktionen gedreht haben. Mehr Hauch von Traumwelt geht nicht!

Emma, die Lokomotive in Lummerland
Das Military Camp aus „The Monuments Men“

Apropos Traumwelt. Unbedingt ansehen sollte man sich das Traumwerker-Haus mit Ausstellungen zu Filmhandwerk, Filmberufen und Filmentstehung und auch das Sandmann-Haus.

Im Sandmann-Haus

Actionreicher Höhepunkt eines jeden Filmpark-Besuchs ist und bleibt die Stuntshow im Vulkan. Zwar hat sich das Konzept der Show seit Jahren (ortsbedingt) nicht groß geändert, doch es brennt, knallt und explodiert ständig irgendwo in dieser Endzeit-Kulisse. Dazu die Babelsberger Stunt-Crew, die in ihren Autos mit Vollgas durchs Areal brettert, auf Türme klettert, sich prügelt oder irgendwo lang hinschlägt. (Kleiner Tip: man beobachte mal die Stuntleute, wenn sie mal nicht in der Handlung aktiv sind. Die japsen ganz schön nach Luft…)

Gastronomisch ist der Park eher auf leichte Kost eingerichtet: entweder Steak und Gegrilltes in der Westernstadt oder Süsses wie Crepes und Waffeln an den anderen Versorgungsstützpunkten.

Das Restaurant „Prinz Eisenherz“ ist wegen der Corona-Auflagen geschlossen, ebenso wie einige andere Angebote (Geisterhaus, Western Saloon, Abenteuer Simulator u.a.).

Über das Preis-Leistungs-Verhältnis im Filmpark Babelsberg kann sich keiner beschweren. Für 21,- Euro (Kinder bis 16 Jahre 10,- Euro, Ermässigung 18,- Euro) taucht man ein in eine Welt von Film & Fernsehen und bekommt wirklich – wie über dem Eingangsportal angepriesen – Action, Fun & Entertainment geboten.

www.filmpark-babelsberg.de

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