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Interview mit Carolina Hoffmann anläßlich der Filmpremiere von „Illusion“ in Großenhain

Filmpremiere "Illusion" in Großenhain, 13.03.2014Seit 2013 gehört Carolina Hoffmann zum Filmteam bei WTP international. Die Filmemachergruppe um Regisseur Roland Reber ist für ihre eigenwillige Arbeitsweise bekannt.

Anläßlich der Sachsen-Premiere des neuen Reber-Films „Illusion“ stand Carolina Hoffmann, der im Film eine Hauptrolle übertragen wurde, für ein kurzes Interview zur Verfügung.

Wie sind Sie zu WTP gekommen?

Das ist eine ganz lustige Geschichte. Ich hatte gerade meine Schauspielausbildung abgeschlossen im Sommer 2012. Meine Zahnärztin meinte, daß sie Filmleute kenne. Ich fragte sie, ob sie mir die Nummer geben könnte. Vielleicht kann ich ja mal ein Praktikum machen oder irgendwie reinschnuppern, weil ich noch nichts Professionelles außerhalb der Schauspielschule gemacht habe. Dann haben wir uns mit den Leuten von WTP getroffen und es hat irgendwie gut funktioniert.

Kannten Sie vorher die Firma WTP?

Nein. Ich habe mir dann die Webseite angeschaut. Nach dem ersten Treffen haben sie mir einige der vorherigen Filme mitgegeben und sagten, „Schau Dir die mal an und dann reden wir nochmal ob du dann immer noch mitmachen möchtest!“
Die Filme habe ich mir angeschaut und gesagt, ja das gefällt mir. Von der Art, wie WTP arbeitet, fand ich es sehr spannend, das wollte ich auch machen.

Gab es Berührungsängste?

Eine der ersten Fragen war, „Wie stehst Du zum Thema.Nacktheit?“ Ich habe gesagt: „Hm, nackt? Ich weiß nicht, ob ich so selbstbewußt bin!“
Aber dadurch, daß wir als Schauspieler sehr viele Freiheiten beim Drehen hatten und ich auch viel von meiner eigenen künstlerischen Kreativität mit einbringen konnte, habe ich festgestellt, daß ich überhaupt kein Problem mit Nacktheit habe, das es das Natürlichste auf der Welt ist. Das war auch für mich eine tolle Erfahrung, daß ich damit keine Problem habe.

Und Angst, den Erwartungen nicht gerecht zu werden, hatten Sie keine?

Nein. Am Anfang hieß es, „Je nachdem wie Du Dich anstellst, so groß wird Deine Rolle!“. Zum Anfang war das Drehbuch noch nicht fertig. Wir haben uns zum Brainstorming zusammengesetzt und Jeder hat erzählt, was er sich für seine Rolle vorstellt oder was er immer schon mal gerne spielen wollte. Dann wurde das erste Drittel des Drehbuchs geschrieben, also die Alltagsszenen, dann wurde es abgedreht, dann haben wir uns wieder zusammengesetzt und so ist auch meine Rolle gewachsen.

Es stand also nicht vorher fest, daß Sie jetzt die Rolle spielen, die Sie letztendlich auch gespielt haben?

Es war so ein Entstehungsprozeß, würde ich sagen.

Wie wurden Sie denn vom „Stammpersonal“ (Eich, Reber, Mönning) aufgenommen?

Sehr gut. Das ist mir gleich am Anfang aufgefallen, daß da eine sehr schöne Stimmung am Set ist, sehr familiär auch unter Denen. Was mir total gut gefallen hat, weil man dann auch selber so locker ist, daß man sich einbringen und einfinden konnte. Für mich war das ganz toll, so daß ich gesagt habe: „Ich würde gerne auch fest mit dabei sein, wenn ihr mich wollt!“

Ich habe gelesen, Sie wohnen jetzt auch zusammen…

…genau, ich wohne auch dort, weil es nicht nur beruflich die Menschen sind, mit denen ich zusammen arbeiten möchte, sondern weil es auch privat und persönlich paßt, wo ich sagen kann, das ist meine Familie, das ist einfach toll.

Werden Sie zukünftig nur noch für WTP arbeiten oder sind Sie offen für andere Projekte?

Ich habe für mich beschlossen, daß ich die Arbeitsweise bei WTP so toll finde, daß ich überhaupt nichts anderes mehr machen möchte.

Und wenn jetzt ein Sender oder ein Studio anrufen würde…

…dann sage ich nein. Ich hätte mir während meiner Schauspielausbildung nie träumen lassen, daß ich gleich danach so ein tolles Projekt oder Engagement finden würde.

Ist schon einen Nachfolgefilm in Planung?

Ideen sind auf jeden Fall schon da, welche dann umgesetzt wird, werden wir sehen. Jetzt ist ja erstmal die Kinotour und der DVD-Start wichtig. Vielleicht im nächsten Jahr oder Ende diesen Jahres. Ich bin auf jeden Fall wieder dabei.

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